Wotruba Kirche 2022 – Spirituelle Besinnlichkeit in Mauer!

Am Dienstag, dem 19. Juli 2022 fuhr die Mediengruppe Vormittag zur Wotruba Kirche in Mauer. Dem vorangegangen war eine Power Point Präsentation über den 23. Bezirk (Liesing). Um 9:30 Uhr verließen wir die Kirchstetterngasse und gingen die Gablenzgasse hinunter zur U6 Station Burggasse/Stadthalle. Dort stiegen wir in die U6 um (Richtung Siebenhirten) und fuhren bis zur Station Alt Erlaa.

In Alt Erlaa angekommen stiegen wir in den Bus 60A um und fuhren Richtung Liesing. Zwei Stationen vor Maurer Berg befand sich die Station Kaserngasse. Wir verließen dort den Bus und schlenderten zur Maurer Lange Gasse bis zur Tafel, welche die Richtung zur Wotruba Kirche wies.

Dies war genau an der Ecke zur Lindauergasse, welche wir bis zur Kalksburger Straße hinaufgingen. In diese bogen wir rechts ein und stiegen bis zur Rysergasse mäanderförmig steil empor. An der Ecke Kalksburger Straße/Rysergasse befand sich eine weitere Tafel, welche anzeigte, dass wir richtig gegangen waren. Die Rysergasse stellte das letzte Steilstück dar, an deren Ende wir auf eine Lichtung stießen, auf welcher sich die besagte Kirche befand.

Die Lichtung war gleichsam die Spitze des sogenannten Georgenbergs, der Platz rund um die Kirche war der Ottilingerplatz. Wir machten einige Fotos von unten und stiegen dann den Park aufwärts zur Kirche. Die Kirche war von außen her schlicht gehalten, sie war mit Betonblöcken umrahmt, eine Art Baukastensystem. Die Kirche selbst war geschlossen, aber wir konnten durch das Glas ins Innere, den Messraum, sehen. Dieses war ebenfalls sehr schlicht gehalten. Nach dem Motto: „Etwas gestalten, das zeigt, dass Armut nicht hässlich sein muss, dass Entsagen in einer Umgebung sein kann, die trotz größter Einfachheit schön ist und auch glücklich macht.“ (Bildhauer Fritz Wotruba nach eigenen Worten).

Die Gruppe hielt am Georgenberg inne und rastete sich ein wenig aus. Nach einer nochmaligen Runde um die Kirche machten wir uns auf den Weg zur zweiten Station unserer Reise, den sogenannten „Sternengarten“. Eine kleine Strecke durch den Wald, dann eröffnete sich uns eine Perspektive auf ein relativ großes astronomisches Areal, auch Freiluftplanetarium genannt.

Auf Initiative von Prof. Hermann Mucke gebaut, veranschaulicht die Anlage die scheinbare Drehung des Sternenhimmels sowie den Jahresverlauf der Sonnenbahn. In der Mitte der Plattform stehend, zeigt der hohe Südmast den Höchststand der Sonne zum „astronomischen Mittag“ am Beginn der 4 Jahreszeiten. Der Nordmast trägt eine Lochscheibe, die den Himmelspol und die kleine 24-Stunden-Bahn des Polarsterns markiert. Von der Plattform – Mitte gesehen, stellen 6 Sonnensäulen die jahreszeitlichen Auf– und Untergangspunkte der Sonne dar. Denn sie geht nur zu Frühlings– und Herbstbeginn genau im Osten auf bzw. im Westen unter! Die Querspangen zeigen die Dämmerungsdauer und den Einfluss der atmosphärischen Refraktion.

Weiter nördlich steht ein etwa 15 Meter langer Schrägmast genau parallel zur Erdachse. Er dient als Zeiger einer begehbaren Sonnenuhr. Mit dem Schatten der Lochscheibe lässt sich der „wahre Mittag“ auf einige Sekunden genau bestimmen – je nach Jahreszeit zwischen 11:36 und 12:07 MEZ. Bei der Plattform konnten wir auch Informationen des astronomischen Vereins entnehmen.

Vom Sternengarten ausgehend begaben wir uns auf den Rückweg über die Kalksburger Straße zur Busstation des 60A in der Kaserngasse. Mit diesem fuhren wir zurück nach Alt Erlaa, wo wir in die U6 umstiegen. Es war ein sehr informativer und interessanter Wandertag!

Text: Harry M.

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