
Am Mittwoch, den 9. Oktober 2024 war es soweit! Die Mediengruppe/Vormittag besuchte das Haus der Musik in der Seilerstätte im 1. Bezirk. Ein Teil der Gruppe traf sich in der Kirchstetterngasse um 9h, der Andere kam direkt um 10h30 zum Treffpunkt. Gemeinsam gingen Betreuer*innen und Klient*innen durch die Vorhalle in den Innenhof, welcher sehr schön mit einer Glaskuppel überdacht war. Die Betreuer*innen versorgten uns mit Eintrittskarten, welche wir mit Kulturpass bzw. Behindertenausweis gratis bekamen. Wir besorgte n uns noch einen Kaffee beim Automaten nahe der Eingangshalle und los ging’s.
Wir fuhren mit dem Aufzug zunächst in den 1. Stock, wo uns eine Ausstellung über die Wiener Philharmoniker erwartete. Diese wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von Otto Nikolai gegründet und halten sich bis heute. In einem separaten Kinosaal sahen wir das aktuelle Neujahrskonzert. Im Rahmen der Ausstellung gab es die Möglichkeit mit einem virtuellen Würfel und vier virtuellen Instrumenten einen Walzer zu komponieren. Die erzeugten Melodien konnten sich anhören lassen! Wir hatten weiters die Möglichkeit, im Eingangsfoyer einen Tonträger der erzeugten Melodie abzuholen, eine Option, welche wir in der Regel aber nicht in Anspruch nahmen. Im Stiegenhaus des ersten Stockwerks war eine spezielle Treppe angebracht, welche beim Draufsteigen chromatische (jede Stufe stellte einen Halbton dar) Klaviertöne spielte. Diese Attraktion war sehr originell.

Wir gingen zu Fuß in den zweiten Stock, wo das Sonotopia uns erwartete. Im Eingangsbereich zu Sonotopia konnten wir eine sogenannte Kundt’sche Röhre begutachten, welche zu circa einem Drittel mit Wasser gefüllt war. Es konnten die drei Eigenfrequenzen dieser Anordnung abgerufen werden bei denen sich im Inneren der Röhre eine stehende Welle bildete. Diese wurde durch das Wasser sichtbar gemacht. Jede Eigenfrequenz der in die Röhre gesandten Schallwelle war durch einen bestimmten Ton gekennzeichnet. Beim dritten und höchsten Ton klappte etwas nicht mit der Sichtbarmachung der stehenden Welle, dennoch war es ein anschauliches Beispiel.

An den Wänden waren einige Bildschirme mit der Veranschaulichung akustischer Phänomene zu sehen, so zum Beispiel eine Darstellung der Sounds bei bestimmten Wellenformen (Rechteck, Sinus, Dreieck, usw. …). Es waren an jedem Bildschirm Kopfhörer angebracht, mit denen wir eingehend das Phänomen abrufen konnten. Wir konnten auch die Hörschwelle zu bestimmten Frequenzen testen.
Nach den Bildschirmen folgten wir dem Weg durch den Gang weiter zu einem Saal, in dem gefüllte Matratzen aufgelegt waren. Dieser gehörte zu einem Soundexperiment, bei welchem die Besucher*innen liegend ihre eigenen Kreationen anhören konnten. Diese Kreationen hießen Clongs und wurden im Nebenraum durch eine virtuelle Komposition erzeugt (siehe Foto links; Erstellung der Clongs mit Virtual Reality Brille). Zu jedem Clong gab es eine grafische Darstellung, mit welcher wir die Clongs zuordnen konnten.


Es gab im zweiten Stock auch noch einen Raum, in dem vier verschiedene Arten Geräusche und Klänge zu erzeugen, beschrieben waren. Zu jeder Art gab es Hörbeispiele sowie einen Aufbau eines realen Instruments. Wir gingen in der uns noch verbleibenden Zeit außerdem in den dritten Stock, wo die Lebensgeschichte diverser KomponistInnen dargestellt war. Unter anderem konnten wir den Hörverlust von Ludwig van Beethoven im Laufe der Jahre durch den Kopfhörer mitverfolgen. Auch handschriftliche Manuskripte der einzelnen KomponistInnen lagen vor. Zum vierten und letzten Stock kamen wir nicht mehr, dort hätte uns der virtuelle Dirigent erwartet. Wir nahmen uns diesen für den eventuellen nächsten Besuch vor und beschlossen den ereignisreichen Tag wieder im Hof des Hauses. Von dort trat die Gruppe die Heimreise an. Das Haus der Musik war an diesem Tag ein unvergessliches Erlebnis!

Text: Harry M.
Fotos: MG
