
Am Mittwoch, dem 12. Februar 2025, traf sich die Mediengruppe/Vormittag um 11h beim Weltmuseum in der Hofburg. Wir gingen zuerst in den großen Marmorsaal, wo wir einige Fotos schossen. Die Ausstellungen waren aufgeteilt auf Hochparterre und Mezzanin, wo wir zunächst die Hof– und Jagdrüstkammer des Hauses Habsburg aufsuchten. Es war eine beeindruckende Sammlung von Harnischen und Kettenhemden, auch Rüstungen von Pferden waren zugegen. Die Schwerter, Armbrüste, Degen und Pfeilköcher rundeten diese Ausstellung ab. Die Gruppe ging herunter ins Hochparterre, wo sie eine Schausammlung über alte und ferne Kulturen erwartete.
Der Hauptschwerpunkt lag auf Asien, im speziellen Japan und China und weiters Ozeanien. Im späten 15. Jahrhundert waren das westafrikanische Königreich Benin unddas Kaiserreich Äthiopien im Osten Afrikas auch außerhalb des Kontinents bekannt. Beide pflegten bereits seit dieser Zeit intensiven Austausch, zunächst mit portugiesischen und später mit anderen europäischen Handelsreisenden und Gesandten. Zwischen 1500 und 1920 gerieten große Teile der Weltbevölkerung unter fremde Herrschaft, die von Ausbeutung und Konflikten geprägt war. Die Schausammlung setzte sich intensiv mit den Folgen der Kolonialisierung auseinander.


Wir sahen Stammesutensilien, Einrichtungsgegenstände der speziellen Kultur und vor allem Videoinstallationen über berühmte Ethnolog:innen. Auch eine Beschreibung über das Wirken von Sigmund Freud war dabei. Im Wesentlichen wurde dokumentiert, wie der „Kulturkampf“ zwischen Vertretern der katholischen Moral– und Soziallehre und der „Wiener Moderne“ ausgelebt wurde.

Der Schauraum „Ein Dorf in den Bergen“ vermittelte der Gruppe einen Einblick in die Gedanken– und Geisterwelt von buddhistischen Dörfern in der Himalaya-Region. Besondere Beachtung galt der Verbindung von religiösem Tun und profanem Handeln. Die Münzsammlung im Parterre sahen wir uns nicht mehr an, dazu fehlte die Zeit. Wir sahen auch einen Ausblick auf laufende Sonderausstellungen, unter anderem „Der Europäische Koran“ mit einem Bild von Johann Wolfgang von Goethe in der Ankündigung. Es war ein sehr interessanter und informativer Vormittag im Weltmuseum!

Text: Harald M.
Fotos: MG
