Am Mittwoch, dem 6. August 2025, gingen wir, die Mediengruppe/Vormittag gemeinsam ins Kino. Wir trafen einander zwischen 9 Uhr und 10 Uhr in den Räumlichkeiten der Mediengruppe, um einmal anzukommen. Um Punkt 10h15 verließ die Gruppe die Kirchstetterngasse, wir waren insgesamt sieben Klient:innen und zwei Betreuer:innen. Wir gingen zu Fuß die Gablenzgasse hinunter zum Vordereingang der Lugner City, welche sich beim Gürtel direkt neben der Station Burggasse/Stadthalle befindet.
Im Foyer nahmen die Betreuer:innen die Eintrittskarten für das Kino entgegen. Einige versorgten sich mit Popcorn oder Nachos. Die Gruppe war dem Kinosaal 13 zugeteilt, wo wir es uns bequem machten. Nach einiger Zeit erloschen die Lichter, es wurde dunkel und der Film begann.
Achtung Spoileralarm! Wenn Du den Film noch gerne ansehen willst, dann besser nicht weiter lesen! Ansonsten viel Spaß beim Eintauchen in diese wunderbare Geschichte.
Es handelte sich um einen Animationsfilm, das Setting spielt sich in einer Militärbasis ab, welche sich als Bodenstation hauptsächlich um Weltraumschrott kümmert. In dieser Militärbasis arbeitet die Tante von Elio, ein kleiner Junge, welcher seine Eltern auf tragische Weise verloren hat. Er ist ein zurückgezogenes Kind, welches den Verlust seiner Mutter und seinem Vater nicht verarbeiten kann.
Eines Tages entdeckt Elio in der Basis einen großen Raum, in der er einen Film über die Voyagersonde erstöbert, die die Suche nach Leben in fernen Galaxien verheißt. Elio ist so beeindruckt, dass er sofort beschließt ein Funkgerät mit Kopfhörer zu besorgen, um Signale aus dem Weltall zu eruieren. Seiner Tante kommt Elio in dieser Zeit eher ablehnend entgegen, da sie in seinen Augen keinen Ersatz für seine Eltern darstellen kann.
Elio ist von der Idee beflügelt Verbindung zum All aufzunehmen. Er legt sich ausgerüstet mit dem Funkgerät sowie einer Antenne und Kopfhörer an den Strand, macht geheimnisvolle Zeichen in den Sand und wartet auf Antworten aus dem Universum.
Ein Kompagnon, welcher ebenfalls ein Funkgerät besitzt, kommt vorbei und will mit Elio gemeinsame Sache machen. Doch Elio verwehrt ihm die Teilnahme an dem Projekt. Daraufhin holt der Kompagnon einen Freund, und die beiden wollen Elio von seinem Vorhaben abhalten. Es kommt zu einer Prügelei, bei welcher Elio an einem Auge verletzt wird.
Seine Tante fährt nach dem Vorfall mit Elio zum nahegelegenen Internat, in welchem sie selbst einige Zeit verbrachte und hofft, Elio dort wieder zu sozialen Kontakten zu bewegen. Die Spießgesellen, welche sich an Elio vergangen haben, treffen ihn zufällig im Internat wieder und schwören an Elio Rache zu nehmen. Elio erkennt die Beiden und läuft vor ihnen weg. Sie laufen ihm nach und erwischen ihn. Während sie auf ihn einschlagen wollen, bekommt Elio eine Antwort aus dem All. Diese ist so intensiv, dass die Elektrizität in der Militärbasis lahmgelegt wird. Elio wird in eine virtuelle Maschine gezogen, die ihn mit Warpgeschwindigkeit zu einem fernen Universum bringt, dem „Communiverse“ – einem intergalaktischen Rat. Die Wesen dort sind andersartig, aber sie empfangen Elio bereitwillig.
Sie verleihen Elio eine Plakette, welche ihn als Botschafter von der fernen Erde ausweist. Elio gelobt die Wesen vor Unbill zu beschützen, und er sollte dazu bald Gelegenheit bekommen. Ein Geschwader mit bösartigen und aggresiven Wesen bedroht nämlich das Universum. Deren Anführer Grigon, ein Koloss mit dicken Metallpanzern bekleidet, macht Drohgebärden das „Communiverse“ zu vernichten. Die intergalaktische Gemeinschaft schickt nach einer Besprechung Elio, um mit dem Anführer zu verhandeln.
Bevor die Verhandlung stattfindet, produzieren sie mit einem eigenen Gewebe einen Klon von Elio, welchen sie zu seiner Tante auf der Erde senden. Dieser Klon verhält sich im Gegensatz zum realen Elio sehr zuvorkommend zu seiner Tante, welche vom Sinneswandel Elios einigermaßen überrascht ist. Er wäscht das Geschirr ab und sorgt sich um die Pflanzen im Garten. Die Täuschung geht einige Zeit gut, jedoch merkt sie, dass ein Haar von Elios Klon ein Eigenleben führt. Es wandert durch die ganze Wohnung, und die Tante folgt der Spur bis zu Elios Zimmer.
Dort springt das Haar zu Elio hinauf und die Tante merkt, dass der Klon unter der Augenbinde von der Schlägerei kein Auge hat. Es kommt zu einer Aussprache, und die Tante erfährt, dass Elio in einem fernen Universum ist.
Mittlerweile hat der echte Elio mit dem Anführer des Geschwaders verhandelt. Die Gespräche bleiben ergebnislos und Elio wird in ein Verließ gesteckt. Mit Hilfe von dem Befehl „Schwerkraft aus“ kann Elio über ein offenes Fenstergitter fliehen. Als seine Abwesenheit wahrgenommen wird, befindet sich Elio bereits in einem Tunnelschachtsystem und begegnet an dessen Ende einer Raupe, die ihn mit ihrem Gewebe einwickelt. Die Raupe heißt Glordon, sie freunden sich an, und beide beschließen gemeinsam das Geschwader zu besänftigen.
Auf den geschriebenen Worten an seiner Hand, welche ihm die Wesen aus „Communiverse“ mitgegeben haben leuchtet der Begriff „Druckmittel“ auf, welches er sich zunächst nicht erklären kann. Über einen virtuellen Tunnel kommen Glordon und er zu den Wesen, welche von der Raupe ebenfalls einen Klon herstellen. Es stellt sich heraus, dass die Raupe das Kind vom Anführer ist, weshalb sie den Klon quasi als „Pfand“ beim Geschwader lassen. Somit ist der Angriff auf das Universum vorerst eingestellt.
Mit einem Ufo können Elio und die echte Raupe zur Erde fliegen, wo sie auf der Militärbasis landen. Da die Angestellten der Militärbasis das Objekt nicht zuordnen können, wird das Ufo zunächst in Quarantäne gebracht. Die Tante und der Elio-Klon können aber die Wachen überrumpeln und das Ufo betreten. Gemeinsam fliehen sie, unterstützt von wohlwollenden Mitarbeitern der Bodenstation von der Erde und navigieren das Ufo erfolgreich durch eine Lawine von herumfliegendem Weltraumschrott.
Inzwischen hat der Anführer des Geschwaders den Schwindel mit dem Klon entdeckt und attackiert fuchsteufelswild das ferne Universum. Er sucht nach der echten Raupe, welche sein geliebtes Kind ist. Das Communiverse ist schon vom Geschwader okkupiert, als Elio und die Tante mit der Raupe ankommen. In letzter Minute bringen Elio und die Tante Glordon zum Anführer, welcher die Raupe sofort als sein echtes Kind erkennt. Glordon geht es aber seit dem Besuch auf der Erde nicht gut. Er ist schwach und scheint dem Tode nahe zu sein.
Es kommt zu einer rührenden Szene, als der Anführer aus seinem Stahlpanzer herauskriecht und sich ebenfalls als Raupe entpuppt. Er nimmt sein Kind in die Arme, streichelt es und Glordon geht es wieder besser. Grigon beschließt sich mit dem Universum zu versöhnen. Die Wesen von Communiverse bedanken sich bei Elio mit einem Orden für den Befreiungsakt. Kurz sieht es so aus, als würde Elio beim intergalaktischen Rat bleiben. Seine Tante ist sehr traurig, weil sie Elio nicht halten kann. Jedoch dreht sich Elio von selbst zu ihr um und lässt die Zeit, die er mit seiner Tante verbracht hat, Revue passieren. Ihn packt die Sehnsucht nach der Erde und seiner Tante, die doch seinen Verlust der Eltern lindern konnte. Er gibt den Orden zurück und verabschiedet sich von den Wesen, die für seine Entscheidung Verständnis zeigen. Die Tante ist überglücklich, dass sie Elio wieder in die Arme schließen kann und besteigt mit ihm das Ufo, um wieder zurück auf die Erde zu fliegen.
Es war ein wunderschöner Vormittag im Kino!
Text: Harry M.
