Haus des Meeres: Faszinationen der Unterwasserwelt!

Am Dienstag, dem 10. Februar 2026 war es endlich soweit! Wie in den Vorwochen ausgemacht, besuchte die Mediengruppe/Vormittag an diesem Tag das Haus des Meeres. Wir starteten unsere Reise um 10 Uhr von der Kirchstetterngasse 6 und fuhren mit dem 48A zur Neubaugasse. Dort stiegen wir in den 13A um und begaben uns mit dem Bus direkt zum Haus des Meeres, welches in einem ehemaligen Flakturm untergebracht ist.

Ausgehend von der Station beim Apollokino gingen wir das kleine Teilstück hinauf zum Flakturm. Dieser ist durch Zubauten komplett verglast und weist elf Stockwerke auf. Im elften Stock befindet sich das Restaurant „Ocean Sky“ mit einer Dachterrasse und einer 360º tollen Aussicht über Wien. Im zehnten Stock ist der „Viktor–Otte–Saal“ und „Lighthouse10“, ein Veranstaltungsraum für Events und Vorträge. Weiters hatten wir dort die Möglichkeit die Ausstellung „Erinnern im Innern“ zu besuchen, die die Rolle des Flakturms im zweiten Weltkrieg beleuchtet.

Nachdem die Gruppe im Erdgeschoss den Ticketschalter passiert hatte, versammelte sie sich bei der Ecke zum „Atlantiktunnel“, eine außen verglaste Röhre, die von Wasser umgeben ist. Außer dem Atlantiktunnel gibt es im Erdgeschoss noch das „Koi–Becken“, wo es erlaubt ist mit den Händen hineinzugreifen, den Shop und die Garderobe. Wir beschlossen einander wieder um 12 Uhr 45 zu treffen. Der Großteil der Gruppe fuhr gemeinsam mit den drei Betreuer:innen mit dem Lift in den neunten Stock, wo unsere eigentliche Tour durch das Haus des Meeres begann.

Gleich neben dem Lift befand sich die obere Ebene (9.1) der zweigeschossigen „Madagaskar–Anlage“, eine „Katta–Begegnungszone“, wo wir Kattas und Schwarze Lemuren bewundern konnten. Weiters gab es auf der Ebene 9.1 einen „Komodo–Balkon“, in welchem sich Komodowarane befanden, sowie eine Insektenvitrine, welche spannende Wirbellose ausstellte, ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems!

In der Ebene 9 erwartete uns ein „Kongobecken“ mit „Buschbabys“, ein Spitzname für die Galagos, eine nachtaktive Primatenart mit großen Augen und zusammenklappbaren Ohren. Im „Kongobecken“ befanden sich große Schwärme von Salmlern, seltenen Welsen und Buntbarschen. Über einen Verbindungsgang kamen wir zum „Australien–Rundgang“, der 70m lang ist und auf 260m2 durch eine verglaste Terrasse mit charakteristischen „Ohrwascheln“ führt. Die Gruppe bewegte sich frei zwischen vielen lauten und bunten Sitticharten aber auch Fischen, z.B. „Lungenfischen“. Dieser Bereich bot ein großartiges Erlebnis!

Wir wechselten einen Stock tiefer in Ebene 8, wo sich die Mangroven–Aquarien befinden. Die Mangroven sind Meereslebensräume, die nur in der Gezeitenzone von flachen, wenig bebrandeten, tropischen Meeresküsten entstehen. Mangrovenwälder bieten mit ihren Wurzeln ideale Verstecke für Jungfische, die, sobald sie erwachsen sind, in die angrenzenden Korallenriffe hinüberwechseln. Weiters beherbergt die Ebene 8 die Tropfsteinhöhlen–Grotte, welche Spinnen, Skorpione, Tausendfüßler und viele andere Reptilienarten aufweist. Auch die Chamäleons waren in eigenen Terrarien eine Augenweide!

In Ebene 7 besuchte die Gruppe das sogenannte „Neuguinea–Paludarium“, eine Mischung aus Aquarium und Terrarium. Wir sahen riesige Baumpythons, die aufgerollt auf den Bäumen lagen. Der Wasserteil beherbergte viele bunte Regenbogenfische, welche aufgrund ihrer Farbenpracht beliebte Aquarienfische sind. Weiter ging es zum „Wüsten–Terrarium“. Dort leben die ursprünglich aus den USA und Mexico stammenden „Gila–Monster“, Krustenechsen, welche neben dem Komodowaran die einzigen giftigen Echsen unter den Reptilien darstellen. Im selben Terrarium befindet sich die sogenannte „Colorado–Kröte“, die zur Feindabwehr ein Hautsekret über ihre Giftdrüsen absondert. Im gleichen Stockwerk befand sich noch das „Pacific Eye“ sowie das 360º Haibecken. Das „Pacific Eye“ ist ein Bullauge, welches durch die Krümmung der „Linse“ einen detaillierten Blick auf die Tierwelt mit Schwellhaien, etc. ermöglicht. Das 360º Haibecken stellt ein Oval dar und ist rundum begehbar.

Wir gingen hinunter zu Ebene 6, wo uns das „Stör–Aquarium“ sowie die Meeresschutzausstellung „Wir und das Meer“ erwartete. Störe gelten als eine der am stärksten bedrohten Tiergruppen weltweit. Lebensraumverlust, blockierte Wanderrouten und illegale Fischerei für den Konsum von Kaviar machen ihnen zu schaffen. Bei „Wir und das Meer“ konnten wir in die Unterwasserwelt eintauchen, es wurden Meeresnutzung und Meeresverschmutzung dokumentiert. Ebenfalls auf Ebene 6 befand sich die Pflegestation des Blauen Kreises, eine Art Tierheim für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien.

Auf Ebene 5 erwartete uns eine besondere Attraktion, nämlich das Aquarium, in dem sich die Meeresschildkröte „Puppi“ befand. „Puppi“ ist seit 1982 im Haus des Meeres und ist von einer Dame aus Asien gebracht worden, um sie vor dem Fischmarkt zu retten. „Puppi“ erreicht im Erwachsenenalter ca. 1,5m Länge, 100kg und ein wahres Methusalemalter von ungefähr 100 Jahren. In der selben Ebene konnten wir weiters die Seepferdchenzucht bestaunen, ein besonders schönes Ereignis. Wir gingen auf derselben Ebene weiter zum Tiefsee–Aquarium. Die Tiefsee, eine scheinbar lebensfeindliche Zone des Meeres, beherbergt trotzdem viele Arten. Die Gruppe sah Tannenzapfenfische, welche „Bioluminiszenz“ zeigen. Sie tragen zwei Leuchtorgane am Unterkiefer, welche mit Hilfe von Bakterien Licht erzeugen. Auch Atlantik–Seespinnen konnten wir begutachten. Sie haben fünf Beinpaare und sind daher Krabben und trotz ihres Namens keine Spinnentiere!

In Ebene 4 besichtigten wir die Ausläufer des „Puppi–Aquariums“, welche sich über zwei Ebenen erstreckt. Es gab weiters einen Zugang zum „Tropenhaus“, eine sehr stilvoll begrünte Anlage, welche auf 200m2 Grundfläche und 15m Höhe weit über 100 Arten ein zuhause bietet. Die Holztreppen und Lianen waren sehr authentisch und eine Freude zum Begehen. Das Tropenhaus umfasst Bereiche bis auf Ebene 2 und ist von Ebene 2 auch erreichbar. Genau vis à vis des „Puppi–Beckens“ befand sich das „Café Sharky“, welches einen herrlichen Blick auf den Park und die Stadt bot. Ein wunderbarer Platz zum Verweilen!

Die Gruppe begab sich auf Ebene 3, wo sich Aquarien mit Korallen und tropischen Meerestieren befanden. Das Brandungsriff zeigte eine Meeresbrandung, in der sich unzählige farbenprächtige, tropische Fische zwischen Korallen tummelten. Ein ausgeklügeltes Lautsprechersystem machte es möglich das Brandungsrauschen live zu erleben.

Eine Ebene tiefer auf Ebene 2 begannen wir unseren Rundgang im Mittelmeer–Bereich. In dieser Abteilung fanden wir Vertreter fast aller Meerestiergruppen, und lernten unterschiedliche Meeresbiotope kennen. Seegraswiese, Meereshöhle, Gezeitentümpel und Schlammboden zeigten Schnauzenbrassen, Meeräschen, bunte Lippfische und viele weitere Arten. Weiter ging es in den „Krokipark“, welches unter anderem das Westafrikanische Panzerkrokodil Leila beherbergt. Weiters konnten wir im „Krokipark“ die frechen, neugierigen Lisztäffchen beobachten.

In der Ebene 2 befanden sich gleich neben dem „Krokipark“ Aqua–Terra–Galerien im Südstiegenhaus, welche sich über drei Ebenen erstrecken. Auf der untersten Ebene befinden sich ganz besondere Amphibien, nämlich die sogenannten Titicaca–Frösche, den beliebten Axolotl und seinen „Vetter“, den noch stärker vom Aussterben bedrohten Achoque. Auch die Kalksinterterassen, ein Süßwasseraquarium, in welchem sich Fische aus der Ägäis und im Nahen Osten finden lassen, konnten wir sehen. Eine im Jahre 2025 gebaute Süßwasseranlage unseren Besuch von Ebene 2.

Auf Ebene 1 erwarteten uns Schlangen, Echsen und eine Ameisenstraße, mit einer Gesamtlänge von 105m die vermutlich längste der Welt. Sie reicht über zwei Stockwerke und ist in Ebene 2 auch im „Krokipark“ zu sehen, ein eindrucksvolles Erlebnis!

Die Gruppe traf sich, wie vereinbart, um 12 Uhr 45 im Erdgeschoss beim Atlantiktunnel. An den Wänden konnten wir Fotos von Promis und anderen Tierfreunden finden, welche Tierpatenschaften übernommen hatten. Wir holten unsere Sachen aus der Garderobe, welche sich neben dem Shop befand, und trennten uns, den Kopf voller neuer Eindrücke, an der Kassa. Es war ein wundervoller Besuch im Haus des Meeres!

Text: Harry M.

Fotos: MG

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